Gesellschaftliches Miteinander
Jung in Freising: Kinder und Jugendliche
Freising ist eine im Vergleich überdurchschnittlich junge Stadt.
Dieser Tatsache muss unsere Stadtpolitik Rechnung tragen. Neben attraktiven Bildungsmöglichkeiten (Punkt 09) und der Jugendarbeit zahlreicher Sport- und Kulturvereine (Punkt 11) brauchen unsere Kinder und Jugendlichen weitere individuelle Möglichkeiten, sich zu entfalten. Diese vielfältig bereitzustellen, ist mir ein Anliegen.
Dabei spielen Spiel- und Bolzplätze ebenso eine Rolle wie spezielle Bereiche für den individuellen Sport (wie etwa Skateboarding oder Klettern). Auch muss die Stadt ihre Planungshoheit nutzen, um attraktive kommerzielle Einrichtungen, wie beispielsweise ein Kino in Freising, zu etablieren. Vorhandene Jugendeinrichtungen wie diejenigen der Freisinger Stadtjugendpflege leisten hier ebenso einen bedeutenden Beitrag.
Wichtig ist mir, die erst vor wenigen Jahren eingeführten Jugendversammlungen der Stadt beizubehalten und noch weiter als offene Plattform für Freisinger Jugendliche und ihre Interessen auszubauen.
Senioren in Freising
Unsere Senioren sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der städtischen Gesellschaft. Sie spielen heute und in Zukunft eine immer größere Rolle im sozialen Miteinander.
Einen unschätzbaren Wert stellen für mich die Lebenserfahrung und nicht zuletzt auch das große fachliche Potential dar, das unsere Senioren aus ihrem Berufsleben mitbringen.
Ich möchte, dass sich Bürgerinnen und Bürger, die aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind, mit ihrer Kompetenz in das städtische Leben einbringen können. Einen besonderen gesellschaftlichen Zusammenhalt geben unsere vielen Freisinger Vereine; sie sind traditionell eine ideale Plattform für generationsübergreifende Zusammenarbeit. Unter den Freisinger Vereinen gibt es eine ganze Reihe an Beispielen, wie harmonisch, kreativ und effizient ein „Teamwork“ mehrerer Generationen funktionieren kann. Um dieses gesunde Miteinander in den Freisinger Vereinen zu erhalten und weiterzuentwickeln, ist ein noch engeres und vereinsübergreifendes Netzwerk, das insbesondere Freisinger Senioren informiert und integriert, erforderlich.
Siedlungsdruck und demografischer Wandel sind – wie schon an anderer Stelle angesprochen – die Herausforderungen, denen sich Freising in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stellen muss. Auf das Thema bezogen heißt das konkret, dass es mehr Senioren geben wird, und das in immer weniger „klassischen“ familiären Strukturen. In einer Region, die weiter wachsen wird, ergeben sich somit neue Möglichkeiten generationenübergreifender Wohn- und Lebensformen. Andernorts bewährte Wohn- und Siedlungsmodelle, die ein bedarfsgerechtes Zusammenleben verschiedener Generationen (junge Familien, Senioren, etc.) ermöglichen, müssen bei der Planung von Neubauquartieren berücksichtigt werden.
Um unseren Senioren einen Alltag möglichst ohne Barrieren zu garantieren, auch um ihnen die Stadt generell attraktiver zu machen, sind Verbesserungen im öffentlichen Bereich erforderlich. Das gilt insbesondere auch für den Straßen- und Platzbereich in der Freisinger Innenstadt.
Migration: Herausforderung und Chance
In Zeiten der Globalisierung und des demografischen Wandels ist eine Gesellschaft ohne Migrantinnen und Migranten undenkbar.
In Freising leben Menschen aus über 140 Nationen. Das ist eine enorme Bereicherung für die Stadt und wirkt dem viel genannten Fachkräftemangel entgegen. Dieses Potential muss jedoch noch besser genutzt werden. Die Stadt sollte eine Stadt sein, die ausländische Kräfte willkommen heißt und ihnen und ihren Kindern eine Zukunft bietet. Deshalb muss unsere Gesellschaft die Bereitschaft haben, Migranten aufzunehmen; diese müssen einen Platz in unserer Mitte finden können.
Eine interkulturelle Öffnung der Verwaltung, in der an verschiedenen Positionen Verwaltungsangestellte mit Migrationshintergrund arbeiten, kann dabei einen Beitrag leisten, Akzeptanz und Verständnis zu erzeugen.
Probleme, die der Prozess der Integration lösen will, können im Arbeitskreis Migration des Agenda21- und Sozialbeirates analysiert werden. So können auch gemeinsame zukunftsfähige Lösungen, wie etwa ein Integrationskonzept, erarbeitet werden.
Ein wichtiger Aspekt bei der Integration ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Die Sprache ist der Schlüssel zur Bildung und die Bildung ist der Schlüssel zur Integration. In diesem Bereich sind insbesondere durch die Volkshochschule schon breite Angebote gegeben, jedoch gibt es hier noch weitere Potentiale auszuschöpfen.
Integration und Inklusion: Menschen mit Behinderung in Freising
Als Oberbürgermeister möchte ich mich für eine weitere intensive Integration von Menschen mit Behinderung in das gesellschaftliche Miteinander Freisings einsetzen. Hierbei gilt es, die Bemühungen der Träger entsprechender Einrichtungen zu fördern. Die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention (2008), vor allem zum Thema Inklusion mit allen Konsequenzen für die Kommunalpolitik (vor allem Erziehungs- und Bildungseinrichtungen betreffend), müssen in den nächsten Jahren eine entsprechende Berücksichtigung finden.





