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Freisings gewerbliches und kulturelles Zentrum
Innenstadt & Domberg
Innenstadt und Domberg sind Freisings traditionsreiches Kultur- und Einzelhandelszentrum. Mit ihren gewachsenen und gut erhaltenen Strukturen stellen sie unsere wichtigsten Identifikationspunkte dar und sind als solche weit über die Stadt hinaus bekannt. Um die Innenstadt als attraktiven und dynamischen Einkaufs- und Aufenthaltsort noch fitter zu machen, ist jedoch eine Reihe von infrastrukturellen, wirtschaftlichen und gestalterischen Maßnahmen erforderlich. Beide, Innenstadt und Domberg, sollen auch in Zukunft die Visitenkarte Freisings sein.

Innenstadt – Freisings „Gute Stube“: Umsetzung der Innenstadt-Konzeption

Die Freisinger Innenstadt ist zweifellos Freisings Einzelhandelszentrum.
Das soll auch in Zukunft so bleiben. Deshalb ist es notwendig, die Innenstadt fit zu halten, vor allem gegenüber der gewerblichen Konkurrenz auf der „Grünen Wiese“, aber auch gegenüber den Innenstädten umliegender Städte (insbesondere Landshut und Erding). Wir müssen versuchen, die Kaufkraft der Freisinger Bürgerinnen und Bürger vor allem in Freising selbst zu halten.
Im Rahmen der „Innenstadt-Konzeption“ (2009-2011) haben Freisinger Bürger, Politik und Verwaltung zusammen mit einer breit aufgestellten Expertengruppe auf Basis verschiedener Untersuchungen ein Maßnahmenpaket ausgearbeitet, das der Stadtrat schließlich einstimmig verabschiedet hat.

Zu den wichtigsten der insgesamt 23 Maßnahmen gehören für mich:

  • der Bau eines dringend benötigten Parkhauses für den Bereich der oberen Stadt (vorgesehener Standort: Wippenhauser Straße)
  • Niveaugleicher Ausbau der Hauptstraße (einschließlich Moosachöffnung): Dies hat den Effekt, dass sich Fußgänger künftig nicht mehr nur links und rechts auf ihren schmalen Gehwegen aufhalten, sondern grundsätzlich den ganzen Straßenraum zur Verfügung haben. Der motorisierte Verkehr, der wirklich einen Grund hat, in die Stadt einzufahren, muss sich dem Fußgänger nunmehr unterordnen. Durch diese Maßnahme wird vor allem der Durchgangsverkehr reduziert. Andere Städte wie Regensburg, Passau oder auch Amberg haben diese Strategie bereits erfolgreich umgesetzt.
  • die Entwicklung und Bebauung des Areals zwischen Heiliggeistgasse und Hochtrasse: Hier können unter anderem die für Freising so dringend benötigten großräumigen Einzelhandelsflächen (für sogenannte „Einzelhandels-Magneten“) entstehen.
  • die Erstellung eines Einzelhandel-Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt: Wie schon an anderer Stelle angesprochen, so möchte ich auch hier einen „Fahrplan“ erstellen, um die gewerblichen Potentiale der Innenstadt genau zu kennen und um zu wissen, wo es einer Ergänzung bedarf.
  • Bessere Anbindung Lerchenfelds an die Innenstadt: Die Unterführung zwischen Parkstraße und Heiliggeistgasse entspricht in keiner Weise einem zeitgemäßen Standard; hier möchte ich kurzfristig eine deutliche Verbesserung erreichen.

Das Asamgebäude: In mehreren Schritten zum Kulturzentrum

Das Asamgebäude soll zu einem kulturellen Mittelpunkt ausgebaut werden. Entsprechend der Ergebnisse des Architektenwettbewerbs ist unter anderem vorgesehen, im Ostflügel einen neuen Saal für circa 150 Personen zu schaffen, das Stadtmuseum auf weite Teile des ersten Obergeschosses auszudehnen und im Erdgeschoss eine großzügige Gastronomie- und Ladennutzung einzurichten.
Ich möchte mich nachdrücklich für eine schlichte Überdachung des Innenhofes einsetzen, so bekommt Freising einen zusätzlichen witterungsunabhängigen Raum für größere Veranstaltungen.
Da neben den genannten Neuerungen vor allem eine Grundsanierung des großen Gebäudes erforderlich ist und gerade diese eine hohe Summe verschlingen wird, ist es nur realistisch, das „Asamgebäude“ langfristig und in mehreren Schritten zu sanieren.
Asambegäude

Der Freisinger Domberg:
Großartige kulturelle Potentiale ausschöpfen und weiter für Freising öffnen

Domberg  Südhang

Öffnung und neue Wegeverbindungen am Südhang des Dombergs

Der Freisinger Domberg ist wegen seines reichen geistlichen sowie bau- und kunsthistorischen Erbes das bedeutendste kulturelle Pfund der Stadt. Zugleich ist der Berg aber auch Ort mehrerer wichtiger Bildungseinrichtungen und einiger staatlicher Behörden.
Als Oberbürgermeister werde ich mich darum bemühen, den Domberg als lebendiges kulturelles Zentrum zu erhalten, ja, noch mehr: die Möglichkeiten, die er bietet, für die Stadt noch intensiver nutzen.
Ich setze mich für den Erhalt der geistlichen Festkultur (unter anderem das Korbiniansfest) ein. Auch die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen auf dem Domberg (Konzerte, Ausstellungen, Theatersommer, „Lange Nacht der Bildung“, etc.) müssen in ihrem Bestand gehalten werden; sie sind ein überregionales Aushängeschild der Stadt. Es sollte allerdings versucht werden, den Domplatz noch besser als Veranstaltungsort zu nutzen.
Was das jüngst diskutierte Gemeinschaftsprojekt „Domberg-Festival“ anbelangt, so bin ich überzeugt, dass wir mit den großen kulturellen Potentialen der Stadt durchaus in der Lage sind, ein derartiges Großprojekt zu stemmen.
Ein grundsätzliches Anliegen ist es mir, die gute Zusammenarbeit zwischen den Institutionen auf dem Domberg und der Stadt Freising zu erhalten. Die vielen Ideen, die von dort an die Stadt herangetragen werden, zeigen, dass es – trotz allem Erreichtem – noch Entwicklungspotentiale gibt.