Verkehrsinfrastruktur
Fußgänger in Freising
Im Stadtgebiet Freisings gibt es einige Problemzonen für Fußgänger.
Das betrifft vor allem die Überquerungs- bzw. Unterquerungsmöglichkeiten im Bereich des Bahngleises und der Isar.
Mehrere Bahnunterführungen sind veraltet und entsprechen weder in ihrer Größe noch in ihrer Beleuchtung einem zeitgemäßen Standard. Ein besonderes Problem stellt die stark frequentierte Unterführung zwischen Parkstraße und Heiliggeistgasse dar. Sie ist für Fußgänger aus dem Stadtteil Lerchenfeld der direkte Weg in die Freisinger Innenstadt, trotzdem dunkel und vollkommen ungeeignet für Kinderwägen, Rollstuhlfahrer oder Rollatoren.
Hier möchte ich als Oberbürgermeister mittels breiterer Rampen kurzfristig deutliche Verbesserungen schaffen.
Auf längere Sicht ist auch eine Bahnunterführung für Fußgänger zwischen Angerstraße und dem Schlüterviertel erforderlich, eine Realisierung aber erst mit Abschluss der umfassenden Neubaumaßnahmen auf beiden Seiten des Bahngleises sinnvoll.
Die neuen Verbindungsstege für Fußgänger und Radfahrer, die über der Isar errichtet werden sollen, entsprechen einer langjährigen Notwendigkeit. Diese Planungen, die zu einer besseren und schnelleren Verbindung über die Isar hinweg führen, möchte ich weiter vorantreiben, sodass eine baldmögliche Realisierung geschehen kann. Einen von Fußgängern besonders intensiv genutzten Bereich stellt die Freisinger Innenstadt dar. Hier soll es im Zusammenhang mit der Umsetzung der „Innenstadt-Konzeption“ deutliche Verbesserungen geben.
Fahrradfahrer in Freising
Freising ist eine „Radlstadt“. Dieser ökologisch sinnvollen Tatsache müssen wir noch mehr gerecht werden. Wie im Fall der Fußgänger schafft der Bau der beiden geplanten Stege über die Isar (Höhe Schwabenau bis Kläranlage, Höhe Savoyer Au bis P&RParkplatz) auch für Fahrradfahrer bessere Verbindungen.
Das Radwegesystem im Stadtgebiet sollte meiner Meinung nach erweitert und verbessert werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen (vor allem erforderliche Grundstücke) gegeben sind.
Im Zusammenhang mit der „Innenstadt-Konzeption“ muss eine Lösung für Fahrradabstellbereiche in der Innenstadt gefunden werden (mehrere Standorte). Auch die Abstellfläche am Bahnhof benötigt eine Erweiterung.
Ebenso wichtig wie die innerstädtischen Radwege ist auch das Radwegenetz, das die Stadt mit dem Umland verbindet: Hier ist Freising auf einem guten Weg, wie der Bau der Radwege in Richtung Allershausen oder auch in Richtung Neufahrn (über das Erholungsgebiet „Pullinger Seen“) beweist. Für einen Radweg in Richtung Sünzhausen gibt es erste Überlegungen; dessen Realisierung ist mir ein wichtiges Anliegen.
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Die Möglichkeiten, die der Öffentliche Personennahverkehr gerade für eine stark verkehrsbelastete Stadt wie Freising bietet, können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich möchte mich dafür einsetzen, die Strukturen des ÖPNV in ihrem bisherigen Umfang zu erhalten und darüber hinaus, wo es erforderlich ist, Verbesserungen vorzunehmen. Ein aktuelles Problem, für das zeitnah eine Lösung gefunden werden muss, sind die häufig überfüllten Schulbusse.
Eine mittelfristige Herausforderung stellt außerdem der wachsende Hochschulstandort Freising-Weihenstephan dar: Der Freisinger ÖPNV muss hier zeitnah dem erforderlichen Bedarf angepasst werden.
Äußere Ringerschließung fertigstellen: Bau der West- sowie der Nordostumfahrung

Die dringend notwendige Westumfahrung (gestrichelte Linie) verbindet die Süd- mit der Nordumfahrung. So kann der äußere Verkehrsring im Westen geschlossen werden.
Die Westumfahrung, also die Schließung des äußeren Ringes zwischen der Südumfahrung (Höhe B 11, Schlüterareal) und der Nordumfahrung (Höhe Thalhauser Straße), ist unumgänglich. Es besteht kein Zweifel, dass die Errichtung dieses Straßenbauwerks eine spürbare Entlastung für die angespannte Verkehrssituation in Freising bringen wird. Ich meine, dass wir es uns in Freising nicht leisten können, den Bau der Westumfahrung auf die lange Bank zu schieben.
Nicht in der Hand der Stadt liegt ein zweites großes Straßenbauprojekt: die Nordostumfahrung.
Damit soll die B 301 nördlich außerhalb der Stadt verlegt und in Richtung Osten, zur B 11a (Höhe Marzling) geführt werden. Der Verkehr in Richtung Süd-Nord bzw. Nord-Süd (B 11 auf B 301 und umgekehrt) müsste nicht mehr durch das ohnehin stark belastete Freising fahren.
Wie die Westumfahrung, so sehe ich auch die Nordostumfahrung im Hinblick auf die verkehrsmäßige Entwicklung unserer Stadt als notwendige Maßnahme an. Bedauerlicherweise ist in der aktuellen Planung eine Umfahrung des Ortsteils Erlau nicht berücksichtigt. Die Stadt Freising muss weiterhin mit Nachdruck eine Entlastung auch für diesen Ortsteil einfordern.

Verbesserungen am und um den Freisinger Bahnhof
Was die Verkehrssituation rund um den Freisinger Bahnhof betrifft, so hat sich in den vergangenen Jahren vor allem die Parksituation (P&R-Parkplatz) zu einem Problem entwickelt.
Ich möchte als Oberbürgermeister versuchen, die großen Parkflächen durch funktionale, mehrgeschossige Parkdecks zu ersetzen. Damit können mittelfristig einerseits mehr der dringend benötigten Parkflächen geschaffen, andererseits der große Flächenverbrauch der bestehenden Parkflächen reduziert werden. Außerdem ist eine Zufahrt zum P&R-Parkplatz über eine neue Unterführung von der B 11 (in Höhe Kreuzung Angerstraße) anzudenken.
Auch die Abstellplätze für Fahrräder sind an eine Kapazitätsgrenze gestoßen; hier muss ebenfalls an eine maßvolle Erweiterung gedacht werden.
Der Bahnhof selbst liegt nicht im Verantwortungsbereich der Stadt Freising, trotzdem möchte ich mit Nachdruck versuchen, die dortigen optischen und hygienischen Mängel auf dem Verhandlungsweg zu mindern.





